Wer für den Sicherheitsdienst arbeitet, lebt nicht ungefährlich. Schliesslich müssen Objekte wie etwa Firmen und deren Gelände sowie häufig kostbares Inventar gesichert werden. Lauernde Gefahren können sich durch Einbrecher oder Vandalisten ergeben. Ihnen hat sich der Sicherheitsdienst zu stellen und die Werte seines Arbeitgebers zu schützen. Da der Einsatz körperlicher Gewalt und der Griff zu abschreckenden Waffen nur bedingt gestattet ist, kann als letzte Möglichkeit zur Abwehr eines solchen Übergriffes jedoch oft nur der Anruf bei der Polizei helfen.
In den meisten Fällen handelt es sich bei dem Securitypersonal um berufliche Quereinsteiger. Sie kommen aus handwerklichen Berufen oder der Armee. Tätigkeiten also, die eher auf die körperliche Arbeit abzielten. Zudem ist es von entscheidendem Vorteil, in wenigstens einer Kampfsportart ausgebildet zu sein. Wer zuvor seinen Dienst bei der Armee verrichtet hat, wird regelmässig eine Nahkampfausbildung vorweisen können. Daneben kann jedoch auch das normale Training in einem Kampfsportverein sinnvoll sein. Ob solche Fertigkeiten allerdings tatsächlich Pflicht ist, kann nur bedingt vorab gesagt werden. Denn das Berufsbild des Sicherheitsdienstes ist zwar ein anerkannter Ausbildungsberuf. Jedoch wird ein nicht geringer Teil der darin Tätigen auch ohne eine vorherige Schulung eingestellt.
Letzteres hängt mit dem sehr geringen Lohnniveau zusammen. Wer für den Sicherheitsdienst arbeitet, ist in den meisten Fällen unterbezahlt. Nicht zuletzt wegen des hohen Risikos, dem sich die Security regelmässig aussetzen muss. So können Tätigkeiten als Geldkurier oder Aufseher auf einem Firmengelände stets die Gefahren körperlicher Schäden mit sich bringen. Auch der seelische Druck sollte angesichts ständig drohendem Gefahrenpotentials nicht unterschätzt werden. Wird zudem eine Arbeit als Personenschützer ausgeübt, wird unter Umständen auch der Einsatz von Leib und Leben erwartet werden.
Dennoch kann eine Arbeit als Sicherheitsdienst auch äusserst angenehm sein. Die Einsätze erfolgen sehr häufig international. So kann es zu Konzerten, Festivals oder Messen immer auch Teil des Berufes sein, im benachbarten Ausland wie Frankreich, der Schweiz oder Italien tätig zu sein. Über entsprechende Fremdsprachenkenntnisse sollte daher verfügt werden. Grundsätzliche Fähigkeiten der englischen Sprache sind unabdingbar. Jedoch ist nicht jeder Arbeitgeber im Sicherheitsdienst international tätig. In den meisten Fällen werden sich die Einsätze auf den Heimatort oder die nächste grössere Stadt beziehen.
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